Cocktails Rezepte

Warum irgendwann auf einmal alkoholische Getränke zu Cocktails gemixt wurden, ist nicht ganz klar. Wahrscheinlich waren aber nicht Experimentierfreude und die Lust auf etwas Neues für die ersten Cocktailrezepte verantwortlich, sondern es lag auch etwas an der mangelnden Qualität des damals erhältlichen Alkohols. So wurde in Nordamerika Mitte des 19. Jahrhunderts vor allem Whiskey getrunken, der aber nicht von der heute gewohnten Qualität, sondern ein herber, hochprozentiger Kornschnaps war. Da war es üblich, sich seinen Drink durch die Zugabe von Zucker, Honig oder anderen Aromen etwas zu verfeinern, sozusagen die Frühform der Cocktail Rezepte. Um die Jahrhundertwende war die typische American Bar mit Cocktailangebot bereits weit verbreitet. Ihren Siegeszug in Europa konnten Cocktailrezepte allerdings im vollen Umfang erst nach den beiden Weltkriegen antreten.

Auf die richtige Mischung kommt es an

Cocktails Rezepte CaipirinhaCocktails gibt es in unzähligen Varianten, die entsprechende Abteilung in der Getränkekarte umfasst selbst in unambitionierten Bars meist mehrere Seiten. Cocktailrezepte  gibt es für jeden Geschmack und ebenso findet man Cocktail Rezepte für jede Gelegenheit, es gibt mehr als 30 Kategorien. Man unterscheidet beispielsweise je nach Flüssigkeitsmenge Shortdrinks und Longdrinks, nach Zeitpunkt des Genusses Aperitif und Digestif oder nach Zutaten Sour, Flip, Shooter, Fizz und viele mehr. Wer ein Kenner werden will, wird ein wenig mit den Cocktailrezepten probieren müssen.

Wie kommt der Hahn ins Glas?

Woher die Bezeichnung “Cocktail” für alkoholische Mischgetränke stammt ist nicht geklärt. Es gibt mehrere Herleitungen. Das Wort “Cocktail” kommt aus dem Englischen und heißt wörtlich übersetzt “Hahnenschwanz”. Beim Hahnenkampf sollen dem unterlegenen Tier die bunten Schwanzfedern ausgerissen und diese Siegestrophäe dann mit einem Drink “on the Cock’s tail” gefeiert worden sein. Vielleicht war es aber auch einfach nur ein sprachliches Missverständnis? Der französische Barkeeper Antoine Peychaud aus New Orleans schuf möglicherweise das erste aller Cocktail Rezepte  (einen Sazerac) in Eierbechern, die im Französischen “coquetier” heißen.

Eine eher unappetitliche Erklärung ist dagegen, dass in einer amerikanischen Bar ein Gefäß in Hahnenform gestanden haben soll, in das nach Feierabend alle Getränkereste zusammengeschüttet wurden. Die Mischung wurde für einen günstigen Preis ausgeschenkt, als Zapfhahn diente der Schwanz des Hahns. In diesem Fall waren also nicht raffinierte Cocktail Rezepte für den richtigen Mix verantwortlich, sondern Meister Zufall. Aber auch hier gilt: Hauptsache, es schmeckt. Prost!

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